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5 Ayurveda-Tipps für die Verdauung

17. August 2015
Ayurveda-Tipps für die Verdauung

Familienfeste oder andere Gelegenheiten können häufig in kleinen Fressorgien ausarten die die Verdauung überfordern. Es wurde mit Liebe gekocht und das oftmals reichlich. Man nimmt Nachschlag, weil es so lecker ist oder das letzte Stück Torte oder Braten noch gegessen werden soll.

Das ganze belastet aus ayurvedischer Sicht unser Verdauungssystem aber sehr, denn unsere Verdauung… :

…Ist dafür zuständig Nährstoffe und Prana (Lebensenergie) aus unserer Nahrung zu verwerten.

…Steht in direktem Zusammenhang mit allen anderen Systemen in unserem Körper.

…Ist der Sitz des Immunsystems.

Der Mensch lebt nicht von dem, was er isst, sondern von dem, was er verdaut.
Caraka Samhita

Ayurveda-Tipps um die Verdauung zu unterstützen

1. Vorbeugend: Kontrollierte Portionen

Wer gerade in Gesellschaft oder bei Alkoholgenuss die Signale des Körpers wie das Völlegefühl überhört, sollte sich vorher Gedanken machen, wieviel Nahrung eigentlich gut ist. Als Faustregel gilt, das man den Magen nur zu ca. 80% füllen soll. Ich habe dabei immer das Bild einer Waschmaschinenladung vor mir, die man ja auch nicht bis zum Anschlag füllen soll.

Wenn man beide Hände aneinander legt und eine Schale formt, entsprechen zwei dieser gestrichenen Schalen dem, was man ungefähr essen sollte. Sobald du dich „voll“ fühlst, solltest du aufhören zu essen. Nimm besser etwas mit nach Hause und du hast morgen nochmal was davon.

2. Triphala (nicht für Schwangere)

Triphala ist eine ayurvedische Mischung aus drei Früchten und ist besonders wirksam bei leichten Verdauungsstörungen und reduziert Stress oder Überlastung im Verdauungssystem. Es wird im Ayurveda auch zur allgemeinen Stärkung eingesetzt und es reguliert das Vata Dosha.

3. Vermeide kalte Speisen und Getränke

Besonders Magenkrämpfe werden durch den Verzehr von (eis-)Kaltem ausgelöst. Das Verdauungsfeuer (Agni) ist laut Ayurveda besonders aktiv, da man zu viel gegessen hat, doch die kalten Speisen oder Getränke kühlen dieses wichtige Feuer ab. Besser ist es, heißes Wasser (pur oder mit Ingwer und/oder Zitrone) oder einen Kräutertee zu trinken und eben warme Speisen und Desserts.

4. Nachwürzen – aber richtig!

Damit meine ich nicht, dass du zum Salz greifen sollst. Kleine raffiniert eingesetzte Gewürze wie Zimt, Ingwer, Muskat oder Nelken unterstützen die Verdauung und sind z.B. alles Zutaten eines Yogi-Tees. So kannst du Zimt in deinen Kaffee geben, Rosmarin zu den Eiern, schwarzen Pfeffer oder Pippali auf dein Gemüse, usw.

5. Beim Essen oder danach nicht zu viel Trinken

Damit unsere Verdauungssäfte und das Verdauungsfeuer optimal arbeiten können, sollte beim Essen nicht getrunken werden. Kalte Flüssigkeit verdünnt unsere Magensäure und ist somit kontraproduktiv. Lediglich kleine Schlucke heißes Wasser zum Essen getrunken sind der Verdauung zuträglich. Nach dem Essen sollte man 1 – 1 ½ Stunden nichts trinken um den Verdauungsprozess nicht zu stören.

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