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10 Regeln um einen Ganesha richig zu platzieren

17. Januar 2017
10 Regeln um einen Ganesha zu platzieren

Der Elefanten-Gott „Ganesha“ (Ganpati) ist einer der beliebtesten und wichtigsten im Hinduismus. Er ist der Sohn von Shiva und Parvati.

Auch über die Grenzen Indiens hinaus findet man Abbildungen oder Statuen von ihm in privaten und öffentlichen Bereichen. Damit Ganesha seine volle Wirkung entfalten kann, erkläre ich hier einige traditionelle indische Regeln, die man bei der Auswahl und Platzierung eines Ganesha berücksichtigen sollte.

1. Die Symbolik Ganeshas verstehen

Ganesha SymbolikGanesha ist der Gott zur Überwindung von Hindernissen, der Freude, des Glücks und des Erfolgs. Seine Anhänger beschert er seit Jahrtausenden Wohlstand und Glück und hilft dabei, Probleme aus dem Weg zu räumen.

Somit spielt er eine wichtige Rolle bei einem Neubeginn, egal ob auf geschäftlicher, emotionaler oder gesundheitlicher Ebene und wird gerne zu Geschäftseröffnungen oder nach einem Umzug verschenkt. Auch eine Heirat oder Geburt können dazu ein Anlass sein.

Er gilt aber auch als Gott der Weisheit und Klugheit, Helfer der Wissenschaft. Zudem weiß er die Süße des Lebens zu genießen, weshalb oft eine Schale mit Süßigkeiten (Prasad) mit abgebildet wird.

Symbolisch gilt er als das verkörperte Mantra OM.

Sein Reittier ist eine Maus oder Ratte, die ebenfalls Klugheit und Geschicklichkeit verkörpert.

2. Die optimale Platzierung eines Ganesha

In Indien gibt es das Vastu, eine ayurvedische Wissenschaft der Architektur und des Bauens. Sie ähnelt sehr dem chinesischen Feng Shui und befasst sich damit, wo man Dinge platziert damit sie einen positiven Energiefluss erzeugen. Eine wichtige Rolle spielen hierbei die Himmelsrichtungen. Vastu empfiehlt, das man eine Gottheit (oder einen Altar) am besten in der nordöstlichen Ecke (Ishan corner) des Hauses platziert. Hier kann ein Ganesha am besten seine Kräfte entfalten. Er schaut dabei in südwestliche Richtung.

3. Die Farbe von Ganesha

Wer besonders auf der Suche nach Frieden, Glück und Wohlstand ist, sollte einen weißen Ganesha auswählen. Die weiße Farbe symbolisiert die Reinheit in deiner spirituellen Absicht. Die Statue sollte natürlich eher aus Marmor und nicht aus weißem Zement sein.

Wer besonders nach Selbstverwirklichung strebt, sollte einen zinnroten Ganesha auswählen. Die zinnrote Farbe symbolisiert den Aufstieg zur spirituellen Welt und die Öffnung des tausendblättrigen Lotus im 7. Chakra (Sahasrara), das über dem Scheitel sitzt.

4. Ganesha für zu Hause

Hier gibt es einen feinen Unterschied zu der Platzierung am Arbeitsplatz. Zu Hause sollte ein Ganesha immer in sitzender Haltung abgebildet werden. In dieser Haltung repräsentiert er Ruhe und Stabilität – also genau die Energie, die man daheim haben möchte.

5. Ganesha am Arbeitsplatz

An deinem Arbeitsplatz solltest du nur eine stehende Abbildung oder Statue von Ganesha platzieren, da diese Haltung kraftvolle Energie und Enthusiasmus für deine Arbeit bringt.

6. Die Richtung des Rüssels

Ein sitzender Ganesha sollte unbedingt mit dem Rüssel zu seiner linken Hand geneigt sein. Dieses symbolisiert Glück und Erfolg. Ein Ganesha, dessen Rüssel zur rechten Hand geneigt ist, kann Schwierigkeiten bringen. Dieses repräsentiert die Sonnenenergie, was symbolisch alle Energien im Haus verbrennen könnte, sofern keine strikten Rituale praktiziert werden, die dieses verhindern können.

7. Auf Feinheiten achten

Ganesha mit PrasadEgal, wo du deinen Ganesha platzierst, stelle sicher, dass eine Maus oder Ratte und Süßigkeiten Teil der Abbildung sind. Diese Glücksbringer sind integrativer Bestandteil seiner Bestimmung.

So kann man auch eine Schale mit Süßigkeiten zu seinen Füssen stellen. Diese repräsentieren, das man sich nicht von Versuchungen ablenken lässt. Diese darf man demzufolge nicht anrühren.

8. Einer reicht

Auf deinem Altar solltest du nur einen Ganesha haben, egal ob als Statue oder Bild. Abgesehen davon, das einer kraftvoll genug ist, würde ein weiterer Ganesha den Energien des anderen entgegenwirken und somit aufheben.

9. Kein Bodenkontakt

Grundsätzlich darf keine Götterstatue den direkten Boden berühren. Damit würde man diese entehren.

Ich saß 2016 in einem Flugzeug von Thailand nach Indien. Neben mir saß ein barfüßiger buddhistischer Mönch in orangener Robe und der Sitz zwischen uns war frei. Besser gesagt dort befand sich eine in Tücher eingewickelte Buddhastatue. Jeder kennt die strikten Anweisungen bei Start und Landung, das Gepäck entweder unter dem Sitz oder in den Gepäckfächern verstaut werden muss. Die Flugbegleiter sprachen den Mönch auf das Bündel auf dem Sitz an. Als er sagte, das sich darin eine Götterstatue befand, war die Angelegenheit für den indischen Stewart erledigt. Wir haben die Statue dann noch angeschnallt und hatten einen komplikationslosen Flug.

10. Erinnere dich an deinen Vorsatz

In meinem Beitrag, wie man einen persönlichen Altar kreiert, habe ich auf die Wichtigkeit der Intention hingewiesen.

Du solltest dich jedes mal, wenn du deinen Ganesha erblickst, an seine tiefere Bedeutung erinnern. Er weist uns den Weg zum Glück, innerem Frieden und Erfolg im Leben. Er symbolisiert mit seinem kräftigen Körperbau das Durchhalten bei Widrigkeiten und Rückschlägen.

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