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Kreiere einen Meditations-Altar für deine spirituelle Praxis

3. Januar 2017
Altar für spirituelle Praxis

Ein Altar ist traditionell ein Platz für spirituelle und religiöse Opfergaben und Anrufungen. Was du auf dem Altar platzierst symbolisiert entweder das, was du dir in deinem Leben wünscht oder was du loslassen möchtest.

Ein eigener Altar ist in Indien ein ganz normaler Bestandteil eines Haushalts. Egal ob Christen, Hindus oder Buddhisten. Bei vielen ist er bei der Planung des Hausbaus bereits integraler Bestandteil, egal ob drinnen oder draußen. Traditionell wird die Position nach dem Vastu bestimmt, die indische Form des Feng Shui.

Für mich ist es eine Form, den großen heiligen Tempel in mein eigenes zu Hause zu bringen.

Deinen Intention für den Altar

Bevor du loslegst und deinen Altar gestaltest – entscheide dich zuerst, was du mit deinem persönlichen Altar bezwecken willst.

♥ Willst du einen Platz der Innenschau schaffen? Dann solltest du einen ruhigen und geschützten Space wählen.

♥ Soll er dich inspirieren? Dann solltest du ihn eher auffällig platzieren, wo du häufig vorbei kommst (z.B. im Flur).

♥  Willst du hier kreativ wirken? Malen, Musizieren, Singen?

♥ Willst du vor dem Altar beten, Meditieren oder auch Yoga machen? Wirst du hier auch mit deinem Partner oder einer Gruppe sitzen?

Mögliche Aspekte die du in dein Leben bringen möchtest:

Meditation ♥ Yoga ♥ Entspannung ♥ Innenschau ♥ Kreativität ♥ Inspiration ♥ Heilung ♥ Liebe ♥ Schutz ♥ Fülle ♥ Freude ♥ Wohlstand ♥ Glauben ♥ Elemente

Notiere deine Intention auf einem Zettel um dieses zu manifestieren.

Überlege wie du die Platzierung deines Altars mit deiner Einrichtung und eventuellen Mitbewohnern unter einen Hut bringen kannst. Dein Altar sollte eher einen geschützten Platz bekommen, da er deine ganz persönliche Angelegenheit ist.

Ideen um deinen Altar zu gestalten

 Die wichtigste Grundregel ist – lasse es zu deinem Altar werden, gib ihm eine persönliche Note. Egal ob dein Altar nur aus einer Buddhastatue besteht, knallbunt ist oder eine Kerze deinen Altar bildet. Es ist deine ganz persönliche Auslegung.

In Indien findet man die kitschigsten Darstellungen von Gottheiten und heiligen Symbolen mit Bling-Bling-Beleuchtung oder Papierbilder gedruckt in Gold-metallic.

Ein Altar hat keine vorgegebene Form. Er kann auf einem Tablett oder eckigen Tisch oder ein Regal an der Wand platziert werden. Diese freie Form lässt dir viel gestalterischen Spielraum. Du kannst hier auch Fotos von Verstorbenen benutzen, um sie zu Ehren oder Fotos von dir als Kind verwenden um mit deinem inneren Kind in Kontakt zu bleiben.

Platziere ein Meditationskissen, eine Matte oder Schaffell vor deinem Altar. Dein Altar sollte geschützt sein von kleinen Kindern, Hunden und Katzen. Manche decken den Altar nach der Praxis mit einem schönen Tuch ab.

Wenn sich dein Altar nicht mehr stimmig anfühlt, tausche die Gegenstände aus oder probiere eine andere Position. Lass ihn etwas lebendiges sein, dem du auch immer wider etwas hinzufügen kannst. Du kannst auch mehrere Altare zu Hause haben und jedem einem bestimmten Thema widmen.

Weihe deinen Altar

smoke-buddha_640In hinduistischen Tempeln kann man manchmal beobachten, wie die Gottheiten (Statuen) mit Milch begossen werden, um diese zu Reinigen und zu weihen. Oder eine Mala wird mit dem Wasser einer frischen Kokosnuss gewaschen. Das klingt etwas exotisch, aber es ist wichtig zu verstehen, dass es ansonsten nur eine banale Holz- oder Steinfigur ist, die durch viele (Arbeiter-)Hände gegangen ist.

Stelle dir vor, das durch die Reinigung mit klarem Wasser oder der Verwendung von Räucherwerk (ideal sind weißer Salbei oder Weihrauch) die Altargegenstände von anhaftenden Fremd-Energien gereinigt werden. Wenn du eine Klangschale hast, kannst du diese zusätzlich verwenden, um den Space mit Klangschwingung zu reinigen.

Wenn du alle Gegenstände platziert hast sprich ein Gebet, eine Segnung für den Altar, rufe die Gottheiten an, sich hier niederzulassen und dich auf deinem Weg zu unterstützen. Sprich deinen Intention aus, was du in dein Leben bringen oder loslassen möchtest.

Du kannst dieses für jeden einzelnen Gegenstand oder für den gesamten Altar machen.

Verneige dich vor deinem Altar bevor du kommst und ihn wieder verlässt.

Dein Altar im Alltag

Deine Morgenroutine könnte wie folgt aussehen:

alta gaia_640Nach dem morgendlichen Duschen und Pflegen lässt du dich an deinem Altar nieder. Du zündest eine Kerze und mit der Flamme ein Räucherstäbchen an. Verneige dich vor deinem Altar. Singe ein Mantra zur Anrufung deiner Gottheit oder ein Schutzmantra. Ziehe eine Inspirationskarte oder lese eine Seite in einem inspirierenden Buch. Meditiere über das gelesene oder praktiziere deine regelmäßige Meditation oder Gebet. Zum Abschluss schlage eine Klangschale, Glocke, Gong oder Zimbeln an. Singe zum Abschluss 3x OM Shanti und verneige dich anschließend. Lösche die Kerze und lass das Räucherstäbchen weiter brennen.

Tagsüber kannst du eine frische Blume hinstellen, etwas vom Essen opfern und für frisches Wasser in einer Schale sorgen und dabei nochmal auf deine Inspirationskarte schauen oder dabei ein Mantra singen.

Vermeide folgende Fehler

  • Gottheiten und heilige Symbole dürfen nicht den Fußboden berühren.
  • Keine Trockenblumen, verwelkten Blumen, alte Lebensmittel am Altar belassen.
  • Reinige den Altar und die Gegenstände regelmäßig. Lasse ihn keinen Staub ansetzen und reinige und energetisiere deine Edelsteine regelmäßig.
  • Lasse deinen Altar nicht zum Sammelsurium von spirituellem Nippes werden, der dir persönlich nichts bedeutet.

 

Beispiele für Meditations-Altare

Ich habe über 155 Pins für diesen Beitrag gesammelt, lasse dich von meinem Pinterest inspirieren! (Hier ein kleiner Auszug:)

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Manu Sarona

Manu Sarona lebt in Hamburg und Goa/Indien. Sie ist ausgebildete Meditationslehrerin und Kundalini Yogalehrerin. Sie arbeitet als Eventmanagerin (u.a. yogafair, Wellspirit, Lovefield Festival) und begeistert sich für Health, Mind und Spirit und teilt ihr Wissen zu diesen Themen in diesem Blog.

Die dargestellten Verfahren und Methoden zu den verschiedenen Themen auf dieser Webseite stellen kein Heilversprechen dar. Grundsätzlich soll bei allen Informationen auf meinen Webseiten nicht der Eindruck erweckt werden, dass hierbei ein Heilversprechen zugrunde liegt. Auch kann aus den Ausführungen nicht abgeleitet werden, dass eine Besserung oder Linderung eines Krankheitszustandes versprochen oder zugesagt wird.
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