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Wie ich immer genügend Trinkwasser auf Flugreisen habe | Travel-Hack

6. Juni 2017
Immer genügend Trinkwasser auf Flugreisen

Ich besteige normaler weise 5 – 6 mal in Jahr ein Flugzeug. Während ich früher immer mit einer 1,5 Liter Flasche stillem Wasser im Handgepäck in den Flieger stieg, ist ja seit 2006 selbst die kleinste Trinkwasserflasche mit nur 200 ml aus Sicherheitsgründen in der Kabine verboten.

Gerade in klimatisierten Räumen verlangt der Körper nach mehr Wasser. Die dünne Luft im Flieger, austrocknende Klimaanlagen und der Reisestress, das trägt alles dazu bei, das man etwas trinken muss um nicht zu dehydrieren. Zudem bieten die Flugbegleiter in der Econemy-Class oft erst nach einer 3/4 Stunde das erste Getränk an. Man kann aber immer zur Pantry hingehen und fragen, aber manchmal ist man einfach zu müde oder muss immer den Nachbarn wecken.

Natürlich kann man sich in allen Flughäfen völlig überteuert eine Flasche Trinkwasser kaufen. Aber es gibt da eine günstigere Lösung.!

Richtlinien für Flüssigkeiten im Handgepäck

Artikel mit einer flüssigen, cremigen oder gelartigen Konsistenz dürfen nur in kleinen Einzelbehältnissen von max. 100 ml im Handgepäck mitgenommen werden.

Dieses sind z.B. Getränke, Handcreme, Deodorant, Zahnpasta, Parfüm, Mascara, Lipgloss, Joghurt, Smoothies, Hustensaft oder Kontaklinsenlösungen.

Alle Einzelbehältnisse, die höchstens in der Lage sind 100 ml zu fassen (eine fast leere 150 ml Zahnpasta ist demnach nicht erlaubt!), müssen in einem durchsichtigen und wieder verschließbaren Plastikbeutel von max. 1 Liter eingepackt sein. Pro Person ist nur ein einziger solcher Beutel zulässig. Ausnahmen gelten für auf der Reise gekaufte Duty-Free-Artikel und in Einzelfällen mit ärztlicher Bescheinigung für flüssige Medikamente.

PDF-Informationen zu den Sicherheitsvorschriften

Reise-Hacks um Trinkwasser trotz Flüssigkeitsbeschränkung mit an Bord zu nehmen:

Tipp 1 – funktioniert garantiert

Nehme die Vorschriften einfach genau. Zwar darfst du keine MIT Flüssigkeiten gefüllten Behälter über 100 ml durch den Check nehmen, aber man darf problemlos LEERE Behälter mitnehmen.

Also einfach eine leere Trinkflasche (am besten BPA-frei und mit großer Öffnung) ins Handgepäck nehmen (oder vor dem Securitycheck entleeren) und dann nach dem Check wieder mit Wasser auffüllen.

In Deutschland, Österreich, Schweiz, England und anderen Ländern ist das Leitungswasser Trinkwasser. Dieses bekommt man im Waschraum aus dem Hahn (ideal sind hier Flaschen bis maximal 600 ml Fassungsvermögen) oder an vielen Flughäfen der Welt an Trinkwasserbrunnen, die auch ausgeschildert sind. Wenn man sich in anderen Ländern, zum Beispiel beim Stop-Over unsicher ist, einfach die Einheimischen fragen, ob das Wasser trinkbar ist.

Auch das im Flieger servierte Wasser fülle ich oft in meine Wasserflasche um, dann kann nichts umkippen. Beim Essen frage ich immer nach 2x Wasser, die Gläser sind ohnehin nur 2/3 voll.

Im Transit darf man in der Regel das Wasser bei sich behalten. In zehn Jahren hatte ich nur in Zürich/Schweiz beim Transit in 2017 Probleme und musste meine Wasserflasche entleeren.

Tipp 2 – noch nicht getestet

Dieser Tipp ist etwas exotisch, soll aber legal sein. Vielleicht nutzt er besonders Personen, die eigentlich kein Check-In Gepäck hätten und so ihre Cremes oder Gels mit an Bord nehmen könnten. Friere die Flüssigkeiten ein! In dieser Form ist es erlaubt, jegliche Flüssigkeit durch den Check zu bringen, da es nicht mehr flüssig ist. Beim Trinkwasser müsste man warmes Wasser besorgen, um es nachdem Sicherheits-Check aufzutauen. Oder man freut sich am heißen Zielort über eisgekühltes Wasser in der Tasche.

In Zweifelsfällen entscheidet das Kontrollpersonal am Flughafen über die Zulässigkeit der Mitnahme.

Für Babynahrung und Medizin gelten übrigens Sonderregelungen.

Übrigens: Im März 2017 wurde auf Flügen nach USA und Großbritannien über diverse moslemische Länder die Mitnahme von Laptops, Tabletts, Ebook-Readern, Powerbanks und sehr große Smartphones im Handgepäck verboten. Diese mussten in das Check-In Gepäck (um-)gepackt werden, was leider weniger sicher ist und auch viel mehr Erschütterungen ausgesetzt ist. Ich vermute, das sich dieses Verbot zukünftig weiter ausweiten wird.

Bleib hydriert und viel Spaß auf deiner Reise!

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