OM heilige Symbole Götter als Tatto was ist nicht erlaubt

OM & heilige Symbole als Tattoo: Was ist erlaubt, was nicht? Regeln für die Platzierung

 
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Tattoos sind in der Yogaszene weit verbreitet. Manche Yogalehrer sind übersät mit Bildern hinduistischer Götter, Chakra-Symbole oder Mantras in Sanskrit oder buddhistischen Ursprungs. Doch Vorsicht: Viele Menschen lassen sich heilige Symbole wie das OM, Ganesha oder Buddha stechen, ohne die tiefere Bedeutung zu kennen. Was für uns oft nur ein schönes Motiv ist, kann in anderen Kulturen schnell als Respektlosigkeit oder sogar Blasphemie angesehen werden und sogar zu einem Einreiseverbot führen.

Du fragst dich, was erlaubt ist und was nicht? Dieser Guide erklärt dir die wichtigsten Regeln für Tattoos mit heiligen Symbolen und wie du typische Fehler vermeidest.

OM-Sandale Blasphemie: Heilige Symbole auf Schuhen
Der Schuh des Anstoß (Image: Supplied)

Doch leider passiert es auch, dass jemand sich unüberlegt ein Tattoo mit einem heiligen Symbol an die falsche Stelle stechen lässt und plötzlich in Teufels Küche landet. Und dabei geht es eigentlich nicht nur um Tattoos, sondern um auch um Klamotten, Schmuck oder aus aktuellem Anlass – Schuhe!

In den internationalen Nachrichten wird gerade über einen pakistanischen Schuhhändler berichtet, der mit dem OM-Symbol verzierte Damensandalen zum Verkauf angeboten hatte. Dieses löste eine Protestwelle unter den Hindus aus, die Polizei wurde eingeschaltet.

Der Grund? Blasphemie!

Wodurch kann man ein heiliges Symbol entweihen?

Ich habe dazu Hindus in meinem Freundeskreis befragt und die Antwort ist einheitlich: Alles ab Hüfte abwärts gilt als unrein. Dazu gehören neben Tattoos auf Waden, Hüftbereichen, Fußknöcheln oder dem Fuß auch alle Kleidungsstücke wie Hosen, Shorts, Schuhe und Röcke, auf denen heilige Symbole, Götterbilder oder Mantras abgebildet sind.

Ich war vor einiger Zeit in Rajasthan. Eine Touristin wurde in Pushkar, ein heiliger Ort in Indien, von einer Inderin zurechtgewiesen, weil auf ihrem langen Rock lauter kleine OM-Symbole aufgedruckt war. Dieser berührte im Sitzen den Boden, ergo wurde das heilige Symbol durch den Dreck gezogen.

Ob man den Fauxpas ja nicht beabsichtigt hatte und nur ein Versehen war, gilt dabei nicht. Etwas Heiliges hat man als solches mit entsprechender Hochachtung zu behandeln und darauf mit Argusaugen zu achten.

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Noch übler traf es 2015 meinen Yoga-Ausbilder Satya Singh, der vor langem auf die Stufen zu seinem Yogazentrum das heilige Mool Mantra gravieren lies. Satya Singh wollte damit eigentlich die Besucher erheben und inspirieren, doch leider war diese wohlgemeinte Geste eine Beleidigung für alle Sikhs, die ihre heiligen Symbole mit Füßen getreten sahen.

Die Gemüter waren schnell erhitzt, es zog internationale Kreise und Satya hat sich bei der Sikh-Gemeinschaft entschuldigt und die Gravierungen wieder entfernen lassen.
Quelle: sikh24.com/2015/08/19/german-yoga-center-to-remove-engraved-gurbani-from-stairs-after-complaints/

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Zuletzt aktualisiert am 30. August 2025 .

Verhaltenskodex in Tempeln und im Alltag

In vielen Reiseführer für buddhistische und hinduistische Länder findet man in der Regel den Hinweis, dass man niemals seine Füße in die Richtung einer Gottheit zeigen lassen darf. Egal wie lange die Gebete oder Rituale gehen und die Beine nach Streckung schreien. Dann streckt man sie eben seitwärts aus.

Das ist in einem Tempel oder Ashram eine elementare Regel, ebenso wie man seinen Respekt ja auch doch angemessene, bedeckende Bekleidung zeigt. Doch wie sieht das privat bei einem Hindu zu Hause aus?

Das man in diesen Ländern die Schuhe vor der Tür auszieht, ist eine Selbstverständlichkeit. Auch in Privaträumen wurde ich schon in behaglichen Chill-Outs gebeten, mit meinen Füßen nicht die Wand zu berühren, weil irgendwo ganz klein ein Bild einer Gottheit war. Dabei war es sogar egal, dass diese sich beispielsweise im Portemonnaie der Person befand.

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Als ich im mal von Thailand nach Indien flog, saß ein buddhistischer Mönch in oranger Robe neben mir. Der Sitz zwischen uns war frei und er legte dort eine Tasche ab. Da bei Start und Landung alles in den Gepäckfächern oder unter dem Sitz verstaut werden musste, wurde er aufgefordert die Tasche vom Sitz zu nehmen. Er erklärte der indischen Flugbegleiterin, dass sich in der Tasche eine Buddhastatue befindet und damit war die Sache für beide erledigt.

Denn eine Gottheit darf niemals den Boden berühren!

Ps: Er hat den Buddha dann aber vorsichtshalber noch mit dem Sitzgurt angeschnallt.

Stelle eine Götterstatue einfach auf einen Altartisch

Tattoos mit heiligen Symbolen

Tattoo heiliges OM-Symbol am Arm

Auch in Deutschland wissen viele Tätowierer, dass für diese heiligen Symbole strenge Regeln gelten. Oft werden Kunden lieber weggeschickt, als ihnen ein OM auf den Fuß oder andere, als blasphemisch geltende Stellen zu stechen.

Diese ethische Verantwortung ist wichtig, da viele Kunden die tiefere Bedeutung der Symbole nicht kennen und sich unüberlegt ein Tattoo stechen lassen, das in der Kultur als respektlos gilt.

Dennoch habe ich bei einigen Leuten genau diese Tattoos an den Stellen schon gesehen. Dem Tätowierer kann letztlich keinen Vorwurf gemacht werden, denn es liegt in der Verantwortung des Kunden, die Symbolik vollständig zu verstehen.

Übrigens wird das OM traditionell gerne tätowiert. Auf Händen oder Armen gilt es als Schutzsymbol.

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(OM, Buddha, Ganesha, Shiva, etc.)

Neben indischen Gottheiten wird auch das OM gerne als Aufdruck auf Klamotten verwendet und in Indien und Thailand vorzugsweise an die Touristen verkauft. Es ist schon ein wenig absurd, dass man von den Landsleuten Hosen und Röcke mit genau diesen Aufdrucken kaufen kann. Diese sollten ja wissen, dass alles hüftabwärts als unrein gilt.

Das diese dennoch in großer Menge produziert werden liegt vermutlich entweder an Profitgier (wenn die Nachfrage da ist, warum nicht?) oder der Produzent gehört selbst einer anderen Religion an. Eine andere Erklärung fällt mir dazu auch nicht ein.

Der Schuhverkäufer in Pakistan hätte es eigentlich besser wissen müssen.

Achtung: Heilige Tattoos können Einreise-Probleme verursachen

Heilige Tattoos können in manchen Ländern zum Problem werden. Das musste auch eine Engländerin 2014 in Sri Lanka erfahren. Obwohl sie mit einem Buddha-Tattoo auf dem Oberarm nur ihre Wertschätzung für den Buddhismus ausdrücken wollte, wurde ihr die Einreise verweigert.

Die Justiz in Sri Lanka geht sehr hart gegen die „Respektlosigkeit“ gegenüber religiösen Symbolen vor. Es ist zum Beispiel streng verboten, sich mit dem Rücken zu einer Buddhastatue fotografieren zu lassen. Drei Franzosen wurden 2012 sogar zu einer Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt, weil sie eine Buddha-Statue geküsst hatten.

Auch die englische Touristin, die fest an eine gute Erklärung glaubte, wurde nicht angehört. Nach tagelangen Sicherheitsprüfungen wurde sie direkt in ihr Heimatland abgeschoben – und konnte ihren geplanten Urlaub auf den Malediven nicht fortsetzen.

Ähnliche Vorfälle gab es auch in Thailand, wo Touristen seit 2011 mit Buddha-, Jesus- oder Hindu-Tattoos nicht mehr reisen dürfen. Reisende in buddhistisch oder hinduistisch geprägte Länder sollten sich daher genau über die religiösen Gepflogenheiten informieren.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Tattoos mit OM, Göttern & heiligen Symbolen

Wo darf ich mir ein OM-Symbol tätowieren lassen?

Das OM-Symbol sollte traditionell an „reinen“ Körperstellen platziert werden, die sich oberhalb der Hüfte befinden. Dazu gehören Hände, Arme, Schultern und der obere Rücken. „Unreine“ Stellen wie Füße, Beine oder der Hüftbereich gelten als respektlos und sollten vermieden werden.

Gelten heilige Symbole auf Kleidung als respektlos?

Ja, in vielen Kulturen gelten Kleidungsstücke mit heiligen Symbolen auf Hüfthöhe oder darunter als unrein und respektlos. Dies gilt besonders für Hosen, Röcke oder Schuhe. Also wickle dir nicht mal eben den Sarong mit Göttern oder Om um die Hüfte und lege ihn auch nie auf den Boden oder Sand!

Kann ich mir ein Tattoo mit einem Gott wie Ganesha, Shiva oder Buddha stechen lassen?

Ja, das ist möglich. Ganesha, Buddha, Shiva und andere Gottheiten werden oft tätowiert. Wichtig ist jedoch, dass die Regeln zur Platzierung eingehalten werden, also niemals unterhalb der Hüfte. Die Tattoos sollten sich auch abdecken lassen, um eventuelle Einreiseverbote in bestimmten Ländern zu vermeiden (siehe Beitrag).

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Manu Sarona ist zertifizierte Meditationslehrerin & Kundalini-Yogalehrerin mit umfangreichen Weiterbildungen und Vegan Nutrition Health Coach. Als Eventmanagerin für Yoga- und Wellnessevents in Norddeutschland bekannt, unterstützt sie Menschen auf ihrem Weg zu mehr Achtsamkeit und Wohlbefinden. In ihrem Blog teilt sie ihr fundiertes Wissen zu Themen wie Ayurveda, Meditation, vegetarische Ernährung, gesunder Lebensstil, Nachhaltigkeit und Indien - ihrer zweiten Heimat. Erfahre mehr über Manu's Qualifikationen.