Dirty Dozen pestizidbelastete Lebensmittel
Ernährung,  Health,  Ökologie

Dirty Dozen: Diese Lebensmittel enthalten die meisten Pestizide + Clean 15

Bio ist geschmacklich oft besser, nährstoffreicher und gesünder, da kaum mit Giftstoffen belastet. Aber oft ist Bio-Ware auch fast doppelt so teuer. Auch ich kann mir nicht alles in Bio leisten, aber ich weiß genau, bei welchen Lebensmitteln es wirklich wichtig und bei welchen es verzichtbar ist.
Ich halte mich bei meinen Kaufentscheidungen an die Dirty Dozen Liste und die Clean 15.

⇨ Meine Tipps, wie man sich Bio-Lebensmittel auch mit kleinem Budget leisten kann

Das “schmutzige Dutzend” und die “sauberen 15”

In den USA gibt es eine Kampagne, die sich „dirty dozen“ nennt. Die Environmental Working Group (EWG) veröffentlicht jährlich eine Liste, mit den 12 am stärksten pestizidbelasteten Arten von Obst und Gemüse aus dem konventionellen Anbau. Denn einige Pflanzenschutzmittel dringen auch bis unter die Schale vor und werden durch einfaches Waschen nicht entfernt.

  • Eine durchschnittliche Kartoffel hat pro Gewicht mehr Pestizide als jedes andere Produkt.
  • In Äpfel, die Pestizide stark absorbieren, wurden bei Stichproben 36 verschiedene Chemikalien gefunden.
  • In Nektarinen wurden bis zu 33 verschiedene Chemikalien und Pestizide gefunden.
  • Eine einzelne getestete Traubenprobe aus der Türkei enthielt 24 verschiedene Pestizide und eine Paprikaprobe enthielten alleine 15 verschiedene Pestizide.
  • Die schutzlosen Blätter von Spinat und Grünkohl enthielten bis zu 48 verschiedene Pestizide.
  • Einzelne Proben von Kirschtomaten, Nektarinen, Pfirsichen, frische Erbsen und Erdbeeren enthielten je Stück alleine 13 verschiedenen Pestizide.

Auch nach Angaben von Foodwatch e.V. gehören Erdbeeren zu den am stärksten und häufigsten mit Pestiziden belasteten Obstsorten überhaupt. Das gilt leider für alle Beerenfrüchte, da diese Flüssigkeiten stark absorbieren.

Auch wenn man immer wieder Berichte liest, das die Pestizid-Höchstwerte eingehalten werden, darf man nicht vergessen, dass die Höchstwerte von nicht nur einem einzelnen Pestizide eingehalten werden, sondern hier ein ganzer Cocktail aus zahlreichen Pestiziden, Fungiziden, Herbiziden angewendet wird.

Die EU-Verordnung erlaubt eine Überschreitung der Höchstwerte, wenn der “gesellschaftliche und wirtschaftliche Nutzen die Risiken überwiegt”. Wie dieser Nutzen festzustellen ist, wird nicht festgelegt. Inwieweit sich die Kombinationen der verschiedenen Gifte in ihrer Wechselwirkung verstärken, ist bis dato ungeklärt.

Dirty Dozen Lebensmittel mit den meisten Pestiziden
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EWG’s Dirty Dozen – das schmutzige Dutzend [2019]

Die Reihenfolge gibt Auskunft darüber, wie hoch die Belastung ist. Wie in so vielen Jahren zuvor, ist die giftige Nummer 1 die Erdbeere. Auch nach Angaben von Foodwatch e.V. gehören Erdbeeren zu den am stärksten und häufigsten mit Pestiziden belasteten Obstsorten überhaupt. Das gilt leider für die meisten Beerenfrüchte.

Da mit den Jahren immer mehr gespritzt wurde, stehen mittlerweile 32 Arten an Obst und Gemüse auf der eigentlichen 12-er Liste, die ich der Vollständigkeit halber mit übersetzt habe.
Das Produkt wurde immer im ohne Schale (sofern vorhanden) bewertet!

  1. Erdbeeren (seit vielen Jahren die am höchsten belastete Nr.1)
  2. Spinat (s.o.)
  3. Grünkohl, frisch/Kale (s.o. frischer Grünkohl, in den USA das ganze Jahr erhältlich)
  4. Nektarinen (s.o.)
  5. Äpfel (s.o.)
  6. Weintrauben (s.o.)
  7. Pfirsiche
  8. Kirschen
  9. Birnen
  10. Tomaten
  11. Sellerie
  12. Kartoffeln (s.o.)
  13. Paprika (s.o.)
  14. Kirschtomaten (s.o.)
  15. Salat, grün
  16. Salatgurken/Schlangengurken (konventionelle Gurken unbedingt schälen)
  17. Blaubeeren/Heidelbeeren
  18. Chilis
  19. Pflaumen
  20. Bohnen, grün
  21. Nektarinen
  22. Himbeeren
  23. Grapefruit/Pampelmuse
  24. Winterkürbis
  25. Zuckererbsen
  26. Karotten
  27. Orangen
  28. Zucchinis (kann ex USA genmanipuliert sein)
  29. Mango
  30. Bananen
  31. Süßkartoffeln
  32. Wassermelone

Wenn dir Bio-Lebensmittel also zu teuer sind, versuche zumindest die ersten 12 in Bioqualität zu kaufen, am besten wenn diese Saison haben und dadurch günstiger sind.

Faustregel: wenn es keine Schale hat oder man die Schale wegen der darin enthaltenen Nährstoffe mitessen will (Äpfel, Kartoffeln, Süßkartoffeln) dann kaufe unbedingt Bio-Qualität.

Wenn z.B. keine Bio-Karotten verfügbar sind, dann kaufe konventionelle und schäle diese. Wenn man aber das Schälen betrachtet, ist das Abfall, für den man Geld bezahlt. Also bei z.B. 50 Cent Preisunterschied zwischen Bio und Konventionell hat man beim Bio-Produkt kaum Abfall und es ist unterm Strich letztlich günstiger.

Die sauberen 15 (clean fifteen)

Als Ausgleich gibt es zu dem schmutzige Dutzend auch die „Clean Fifteen“. Also konventionelles Obst oder Gemüse mit den jeweils geringsten Pestizidgehalt im Test. Darunter sind auch seit Jahren Früchte mit einer dicken Schale, wie Ananas, Avocado und einige Melonen. Die Nummer ein bedeutet hier, das darin der geringste Pestizid-Gehalt gemessen wurde.
Das Produkt wurde immer ohne Schale bewertet!

  1. Avocado
  2. Mais (kann genmanipuliert sein)
  3. Ananas
  4. Erbsen, grün (gefroren)
  5. Zwiebeln
  6. Papaya (kann genmanipuliert sein)
  7. Auberginen
  8. Spargel
  9. Kiwi
  10. Kohl/Weißkohl
  11. Blumenkohl
  12. Netzmelone/Cantaloupe-Melone
  13. Brokkoli
  14. Pilze
  15. Honigmelonen

Diese Liste stammt aus den USA. Ob Bauern in anderen Ländern und Regionen da stark von abweichen ist fraglich.

Tipp: Konventionelles Obst/Gemüse mit Schale sollte vor dem Schälen immer gewaschen werden. Denn indem man in die Früchte hinein schneidet, transportiert man die Gifte in die Früchte hinein und isst diese letztlich doch mit. Ich wasche daher meine Äpfel, Gurken, Karotten, Melonen, Grapefruits, Orangen, Zitronen immer mit meiner Gemüsebürste und Wasser ab, egal ob Bio oder nicht und unabhängig davon, ob ich die Schale mit verzehren werde oder nicht. 

 

 

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Quellenangaben:

Weiterführende Literatur*:

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