Slow Juicer Kaufberatung
Slow Juicing

Slow Juicer-Kaufberatung (Entsafter)

Was ist beim Kauf eines Slow Juicers zu beachten?

Die unangefochtene Nummer 1, der Marktführer auf dem Gebiet der Slow Juicer ist die Firma Hurom* aus Süd-Korea. Besonders bei den neuesten Geräten hat Hurom stets neue durchdachte Innovationen wie ein leicht zu reinigendes Gerät oder Siebe, mit denen man sogar Eiscreme aus gefrorenen Früchten oder Nussmuse machen kann. Dabei werden nicht nur das Handling ständig verbessert sondern auch die Optik und Hurom bringt auch immer wieder neue Farben statt dem üblichen Silber auf den Markt.

Es gibt Geräte, die in den Anfängen als baugleich gelten (Omega*) aber letztlich auch dasselbe kosten und natürlich, wird ein solch gutes Produkt kopiert und nachgebaut. Dadurch ähneln sich die vertikalen Slow Juicer optisch sehr.  Technisch wird bei den günstige Geräte vieles wie z.B. der Rückwärtsgang oder die zwei Siebe abgeguckt und ein Stöpsel am Saftauslass war seinerzeit innovativ und ist heute ebenfalls Standard.

Ich gebe hier Hilfestellung, auf welche Punkte man grundsätzlich achten sollte und wofür die einzelnen Features gut sind. Wer den besten Entsafter für faseriges wie Sellerie-Saft herstellen will findet alle Antworten ➔ in diesem Beitrag. [Unbezahlte Werbung da Markennennung]

Weitere Beiträge über Slow-Juicing:

Was ist Slow-Juicing?

Slow-Juicer Produkt-Vergleich

Die besten Slow-Juicer für Sellerie-Saft

Slow-Juicing Rezepte

✔ Bauweise: Es gibt grundsätzlich zwei unterschiedliche Bauweisen bei Slow-Juicern, die horizontale und die vertikale. Diese haben ihre jeweiligen Vor- und Nachteile.
Vertikal: Hartes (Karotten, rote Beete) und faseriges (Sellerie, Ananas) Pressgut muss in kleine Stücke geschnitten werden, da sonst die Presswalze blockiert wird bzw. bei faserigem der Tresterauslass verstopft wird. Blattgrün, Gräser und Kräuter lassen sich nur schlecht alleine entsaften. Besser ist es, wenn man anderes Obst oder Gemüse zugibt und beides zusammen entsaftet. Es ist kein Kraftaufwand erforderlich, da der Juicer das meiste Pressgut von alleine einzieht, man braucht den Stopfer so gut wie nie. Man kann das Gerät laufen lassen und dabei weiteres Pressgut schneiden und nachfüllen. Neigt bei harten, sperrigen oder zu schnell eingefüllten Stücken zum Blockieren, daher haben die Geräte einen Rückwärtsgang.
Horizontal: Pressgut muss nur durch den Einfüllhals passen, ansonsten ist kein Kleinschneiden notwendig.
Keine Probleme mit faserigen Sellerie oder Ananas. Keine Probleme mit Blattgrün, Gräsern, Kräutern. Es erfordert Kraft beim Einfüllen erforderlich.  DasPressgut muss mit dem Stopfer die ganze Zeit über nach unten gedrückt werden. Man muss die komplette Zeit am Gerät stehen. Saft landet in Schichten im Auffangbehälter und muss noch verrührt werden. Man hat mehr Pulp im Saft, sofern er nicht gesiebt wird. Etwas schnellere Entsaftung als vertikal.

 

✔ Platzbedarf: Möchte man ein langes Gerät wie die Retro-Klassiker von Champion, Greenstar Elite oder einen Omega 8226? Oder bietet die Küche weniger Platz und ein vertikales Gerät soll her. Den neben den Geräten muss auch immer irgendwo der Tresterbehälter stehen.
Die neueste Innovation bietet der Hurom H-AI*, bei dem der Tresterbehälter bereits im Gerät unterhalb des Saftbehälters integriert wurde. Trotzdem ist das Gerät nur 46 cm hoch.

Siehe ➔ Slow Juicer-Produktvergleich.

 

✔ Umdrehungszahlen je Minute: Ältere Slow Juicer haben mit bis zu 70 U/Min. entsaftet. Mittlerweile tun neuere Geräte dieses mit nur noch 45 U/Min. Denn durch die Umdrehungen entsteht Hitze/Wärme. Wärme wiederum schadet den im Obst und Gemüse enthaltenen Vitaminen . Je langsamer das Gerät dreht/entsaftet, desto mehr Vitamine, Mineralien und die Zellstruktur bleiben erhalten. Im Slow Juicer wird kaltgepresst!

 

✔ BPA: Alle Kunststoffteile, die mit dem Saft in Berührung kommen, sollten BPA-frei (Bisphenol A) sein. Meistens wird Tritan verwendet, das BPA-frei ist.
Fakt ist: Wenn es nirgends auf der Verpackung oder in der Artikelbeschreibung steht, ist das Gerät nicht BPA-frei. Denn es ist ein besonderes Qualitätsmerkmal, das ein Hersteller unbedingt erwähnen möchte.

 

✔ Geringe Wattzahl: Ein Slow Juicer braucht keine 400 Watt, er muss ja keine Höchstleistungen vollbringen. 150 Watt sind das höchste. Dabei geht es weniger um Energieeffizienz, als darum, das wirklich langsam entsaftet wird. Einzige Ausnahme ist der Hurom H-AI*. Der hat 200 Watt, weil er mit dem Self-Feeding Aufsatz noch als besonderes Feature einen Zerkleinerer vorgesetzt hat. Der braucht die extra Kraft, weil zwei Prozesse gleichzeitig laufen. Man gibt das ungeschnittene Obst und/oder Gemüse in den Aufsatz, wo es erst geschnitten und dann im unteren Teil entsaftet wird.

 

✔ Auslaufstopp: Das Gerät sollte einen Auslaufstopp haben. Das ist ein Stöpsel, der am Saftauslass geöffnet oder geschlossen werden kann. Der Saft ist erstens schon perfekt vermischt und läuft so nicht in mehreren Schichten ins Glas. Zweitens tropft nichts aus dem Gerät, wenn man das Glas oder den Saftbehälter weggenommen hat. Wenn man z.B. Mandelmilch noch etwas Süße oder Vanille beigeben möchte, so ist der Auslaufstopp unerlässlich. Dieser hat übrigens noch einen weiteren Vorteil: man kann damit das Gerät zwischenreinigen, damit es für den nächsten Saft bereit ist. Klappe zu, Wasser einfüllen, Motor laufen lassen und das “Schmutzwasser” ablaufen lassen. Nach 1 bis 2 Durchgängen ist das Gerät bereit für einen anderen Saft oder eine Nussmilch.

 

✔ Saftbehälter: Die neueren Geräte* können mehr Saft halten, bevor man den Stöpsel öffnet. Ob das Gerät nun 300 ml oder 500 ml halten kann, kann eventuell bei der Kaufentscheidung vernachlässigt werden, denn man kann ja den Auslaufstopp öffnen und allen Geräten liegt ein Saftbehälter bei, der 0,5 bis 1 Liter fassen kann.

 

✔ Siebe: Geräte die mit zwei Sieben geliefert werden, sind besser, da man somit mehr Einfluss auf die Konsistenz des Saftes nehmen kann. Mit oder ohne Fruchtfleisch? Manche gießen den Saft extra noch durch ein Sieb oder einen Nussmilchbeutel, um Saft ohne Pulp zu haben. Die neueren Hurom-Modelle (H-AI*, HH* und HG*) haben dafür sogar ein Fruchtfleisch-Regulierungsventil. Das ist bei Orangensaft und bei Smoothies, die im Slow Juicer mit dem entsprechendem Sieb bereitet werden.

Hurom-HN-grob-fein-Siebe

Auch bei den Sieben liegt Hurom mit einer Neuerung vorne: Es gibt die Geräte H-AI*, H100*und H-AA* mit drei Sieben. Ein feines Sieb für Säfte, ein grobes Sieb für Smoothies und ein weiteres Sieb für Eiscreme aus gefrorenen Früchten oder Nussmuse.

 

Das Gerät sollte für Nussmilch geeignet sein. Bei einem Hurom* oder Omega* ist dieses sicher. Bei günstigen Geräten muss man beim Hersteller nachfragen. Die günstigen Aicok* Juicer sind dafür z.B. nicht geeignet. Auch wenn man vielleicht heute noch keinen Bedarf hat. Vielleicht verlangt es irgendwann die eigene Gesundheit oder es kommt wieder ein ekeliger Lebensmittelskandal auf. Nussmilch lässt sich sehr einfach und günstig in einem guten Slow Juicer herstellen und man braucht im Gegensatz zu einem Blender* nicht einmal einen Nussmilchbeutel*.

Rezept & Anleitung: so einfach macht man Mandelmilch, Cashewmilch, Sojamilch, Nussmilch

 

✔ Handhabung: Das Gerät sollte sich leicht auseinander nehmen und wieder zusammensetzen lassen. Der Betrieb und die Handhabung sollte einfach sein. In der Regel funktionieren die Geräte nur, wenn alles richtig zusammen gesteckt wurde, was zusätzliche Sicherheit bietet.

 

H100-siebe
Hurom H-100

✔ Reinigung: Die Einzelteile sollten sich leicht reinigen lassen und es sollten dem Gerät Reinigungsbürsten für die schwer erreichbaren Ecken beiliegen.
Ein Gerät muss ich hier besonders hervorheben, der Hurom H100* aus der Easy Serie. Easy (einfach) zu recht, denn statt einem Metall-Sieb mit lauter kleinen Löchern, die man immer ein bisschen mit der mitgelieferten Bürste schrubben muss, hat er leicht zu reinigende Schlitze aus Kunststoff. Dieses Gerät wurde extra für eine leichte Reinigung entwickelt und arbeitet mit einem völlig neuem Konzept.

 

✔ Schnecke: Die Geräte (Hurom HH und HG) der zweiten Generation haben eine noch bessere Zwillings-Schnecke, die den Saft presst. Die Saftausbeute ist nochmals höher und bei der Reinigung des Geräts ist weniger Obst/Gemüse unter der Schnecke.Hurom-Schnecken

✔ Einzelteile sollten einzeln nachkaufbar sein. Vielleicht fällt mal die Saftschüssel ungünstig auf den Boden und bekommt einen Riss, oder das Gerät wurde nicht sorgfältig genug gereinigt und danach längere Zeit nicht genutzt und es hat sich irgendwo unter dem Silikon Schimmel gebildet. Dann ist es doch toll, dass man kein neues Gerät kaufen muss, sondern nur die einzelnen Teile nachkaufen kann.
Für manche Geräte gibt es sogar einen Zitrusspressen-Aufsatz* oder Trockenständer zu kaufen.

 

Den Zeitfaktor kann man beim Entsaftungsvorgang locker vernachlässigen. Slow ist nur die kalte Schnecken-Presstechnik, nicht aber der Entsaftungsvorgang. Einen Slow Juicer sollte man nur nicht länger als 30 Minuten am Stück laufen lassen.

 

✔ Zeitersparnis: Der sogenannter Big Mouth Juicer (Kuvings Whole B6000*) hat den Vorteil, dass man das meiste Obst und Gemüse oft nicht mehr kleinschneiden muss, daher die Bezeichnung “Großmaul”. Bei einer XXL-Einfüll-Öffnung von 7,5 cm passt locker ein ganzer Apfel, Birne, Kiwi, Tomate, mittelgroße rote Beete, Gurken, eine geschälte Orange oder dicke Karotten (davon dann mehrere gleichzeitig!) durch. Über die Kerne im Apfel oder Orangen muss man sich bei teuren Geräten übrigens keine Gedanken machen, diese nehmen davon keinen Schaden.

Hurom HAIAnders arbeitet der Hurom H-AI* mit einem integrierten Zerkleiner in dem Self-Feeding Aufsatz. Hier gibt man das ungeschnittene Obst und/oder Gemüse in den Aufsatz, wo es vom Hurom H-AI* 🦈 erst geschnitten und dann im unteren Teil entsaftet wird.
Das spart Arbeit, Abwasch und somit einiges an Zeit – besonders am Morgen.

 

Hurom_vs_normalDie Saftausbeute ist sehr wichtig, kann man nur bedingt an äußeren Gerätemerkmalen wie z.B. an den U/Min. (s.o.) erkennen. Ich hatte mir vor dem Kauf viele Produktvideos angesehen. Wie sah der Saft aus, wieviel Trester blieb übrig? Somit landet der Saft wirklich im Glas und nicht im Abfall. Denn das ist sonst auch weggeworfenes Geld. Zum Vergleich: Man braucht drei Orangen für ca. 300 ml Orangensaft im Slow Juicer. Aus 1/2 Wassermelone ohne Schale gewinnt man 1 bis 1,3 Liter Saft.

 

✔ Design und Farbauswahl mag für manchen eine besonders große Rolle spielen. Wie erwähnt sind einige der Geräte von Hurom* in außergewöhnlichen Farben wie z.B. rose-gold, blau, elfenbein bis zum coolen matten schwarz erhältlich.

 

Der Preis für einen guten Slow Juicer beginnt bei ca. 300 Euro. Das ist für viele ein Betrag, den man nicht mal so eben für ein Küchengerät ausgibt. Daher bieten viele Hersteller auch bis zu 10 Jahre Garantie auf den Motor und Einzelteile kann man einfach nachkaufen. Das gibt einem die Sicherheit, dass man zumindest 10 Jahre lang Freude an dem Gerät haben. Auf der anderen Seite sollte man verstehen, wie viel Geld man für das Obst und Gemüse, das man entsaften will, ausgibt. Wenn die Saftausbeute bei einem günstigen Gerät vielleicht bei 50 Prozent liegt und bei einem teureren Gerät bei 80 Prozent, ist das auch Geld, das einem das teurere Gerät gespart wird. Ein gutes Gerät schafft eine Bio-Wassermelone komplett mit Schale. Wer nur das Fruchtfleisch entsaftet, schmeißt ca. 60% der Wassermelone in den Müll.

Hinweis: wer einen Slow Juicer günstiger im Ausland kauft, braucht wahrscheinlich einen Adapter und Transformator und im Garantiefall muss das Gerät ins Ausland versendet werden.

Taugen günstige Slow Juicer etwas?

Ich persönlich habe keine Erfahrung mit günstigen Geräten wie beispielsweise von Klarstein* oder Andrew James*, der mit 400 Watt daher kam, was mich stutzig machte (viel zu hoch und einfach nicht erforderlich). Ich hatte bei Andrew James in England für meinen Slow-Juicer-Vergleich nachgefragt, wieviele U/Min. das Gert hat. Dort gab man mir eine Antwort, die absolut nicht stimmen konnte (von xx bis yy U/Min.).

Ein wesentlicher Faktor ist natürlich das Ergebnis und was man genau entsaften möchte. Äpfel bereiten kaum einem Gerät Probleme. Weiches Obst kann bei manchen Slow Juicern eher die Konsistenz eines Smoothies haben. Mit hartem Gemüse haben die günstigeren eher Probleme (da braucht es Qualität) und diese können auch keine Nüsse verarbeiten um z.B. Mandelmilch zu machen.  Selleriesaft (s.u.), Gräser (Weizengras, Gerstengras), oder Kräuter zu entsaften kann auch für ein gutes Gerät noch herausfordernd sein, da die Fasern den Tresterauswurf verstopfen.

Bei den neueren Modellen ist die Saftausbeute nochmals deutlich höher. Da kann sich bei täglichem Slow Juicing für die ganze Familie wieder rentieren.

Wesentliche erkennbare Unterschiede zwischen den günstigen und teuren Modellen sind z.B.:

❍ Kürzere Garantiezeiten (2 Jahre vs. 10 Jahre auf den Motor).

❍ Zu hohe Wattleistung des  Motors (mehr als 150-200 Watt sind unnütz und kein Slow Juicing).

❍ Höhere Umdrehungszahlen (von 80 U/Min. über unbekannt* bis nur 45 U/Min.)

❍ Weniger Equipment (1 Sieb oder 3 Siebe – eines grob, eines fein, eines für Eiscreme und Nussmuse).

❍ Einzelteile sind bei günstigen Anbietern kaum nachkaufbar.

❍ Die Kunststoffbehälter sind bei den günstigen Geräten oft nicht BPA-frei (wenn es nirgends steht ist es meiner Erfahrung nach auch nicht BPA-frei!).

❍ Gewicht (3 kg vs. 6 kg).

❍ Press-Schnecke (einfach vs. Zwillings-Schnecke).

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